Westhessisches Bergland und Mittelrheingebiet
Brombeeren suchen und Wandern im Westhessischen Bergland und Mittelrheingebiet: Burgwald, Kellerwald und Vogelsberg sowie im Naturpark Habichtswald finden Urlauber intakte Natur
Das Westhessische Bergland verbindet Kellerwald, Habichtswald, Burgwald, Senken und Flusstäler zwischen Nord- und Mittelhessen. Das hessische Mittelrheingebiet liegt weiter südwestlich am Rhein. Beide Landschaftsräume unterscheiden sich deutlich, bieten aber gute Möglichkeiten, Naturtage mit historischen Orten und regionaler Küche zu verbinden.
Kurzfakten zum Thema
- Zum Westhessischen Bergland gehören unter anderem Kellerwald, Habichtswälder Bergland, Burgwald und Westhessische Senke.
- Das Gebiet reicht von Nordhessen bis in den Raum Marburg, Gießen und zum Vorderen Vogelsberg.
- Kassel, Edersee, Marburg und kleinere Fachwerkorte sind praktische Ausgangspunkte für unterschiedliche Reiseinteressen.
- Das hessische Mittelrheingebiet umfasst nur einen kleinen Teil des Oberen Mittelrheintals.
- Waldwege, Flusstäler und Höhenzüge erfordern je nach Route unterschiedliche Kondition und Ausrüstung.
- Historische naturräumliche Namen entsprechen nicht immer heutigen Verwaltungs- oder Tourismusregionen.
Nordhessen mit Kellerwald und Habichtswald
Rund um Kassel, den Habichtswald und den Edersee lassen sich Museen, historische Anlagen, Waldwege und Ausflüge am Wasser kombinieren. Der Kellerwald bietet ausgedehnte Buchenwälder und Höhenzüge, während die Westhessische Senke offenere Landschaften und Orte verbindet. Weitere Anregungen liefern die Seiten zu den Seen in Hessen und zu den Sehenswürdigkeiten in Hessen.
Marburg, Lahntal und Vorderer Vogelsberg
Im mittelhessischen Teil liegen das Marburg-Gießener Lahntal, das Amöneburger Becken und der Vordere Vogelsberg. Eine Reise kann Altstadtbesuche, Wege an der Lahn und ruhige Ausflüge in die umliegenden Höhen verbinden. Das hessische Lahntal und der Naturpark Vulkanregion Vogelsberg helfen bei der regionalen Auswahl.
Wandern, Radfahren und Anreise planen
Die Entfernungen zwischen Kassel, Edersee, Marburg und dem Rhein sind größer, als eine gemeinsame Landschaftsüberschrift vermuten lässt. Für wenige Tage empfiehlt sich deshalb ein klarer Schwerpunkt. Touren sollten nach Höhenprofil, Untergrund und Rückfahrt gewählt werden; praktische Hinweise stehen unter Wandern in Hessen und Radfahren in Hessen.
Für Bahn- und Autofahrten helfen die Hinweise zur Anreise nach Hessen. Ein geeigneter Standort lässt sich über Unterkünfte in Hessen auswählen. Wer Natur, Kultur und eine gemütliche Einkehr verbinden möchte, findet unter Hessische Küche passende regionale Anregungen.
Naturraumdaten richtig verwenden
Naturräumliche Einteilungen beschreiben Landschaften und geologische Zusammenhänge, nicht heutige Reisegebiete. Aktuelle Landschaftsdaten stellt das Bundesamt für Naturschutz bereit. Für Wege, Schutzregeln und Erreichbarkeit zählen zusätzlich aktuelle Informationen der jeweiligen Orte und Schutzgebiete.
Bestandsbeschreibung und heutige Planung
Die nachfolgende ausführliche Bestandsbeschreibung bleibt als geografische Einordnung erhalten. Einzelne Flächenangaben, Schreibweisen und Abgrenzungen können aus älteren Fachständen stammen. Vor einer Tour sollten aktuelle Karten, Fahrpläne und örtliche Wegmeldungen geprüft werden.
Naturräume Hessen 7
Westhessisches Bergland und Mittelrheingebiet
Westhessisches Bergland und Mittelrheingebiet, Berge, Natur pur und immer wieder Wald in Hessen. Urlaub in Hessen im Westhessischen Bergland und Mittelrheingebiet mit Naturlandschaft wie im Naturpark Habichtswald, Wandern in Burg- und Kellerwald und Naturerlebnisse am vorderen Vogelsberg beeindrucken durch unvergessliche Naturbilder zu jeder Jahreszeit.
Die naturräumliche Aufteilung der Hessen-Regionen Westhessisches Bergland und Mittelrheingebiet
Westhessisches Bergland
Teile des Westhessischen Berglands sind Waldecker Tafel, Ostwaldecker Randsenken, Habichtswälder Bergland, Westhessische Senke, Kellerwald, Burgwald, Oberhessische Schwelle, Amöneburger Becken, Marburg-Gießener Lahntal und Vorderer Vogelsberg sowie im Mittelrheingebiet der Bereich Oberes Mittelrheintal.
Waldecker Tafel
Als Waldecker Tafel betrachten Geologen und Geographen die hessischen Landschaftsräume Waldecker Gefilde und Das Rote Land, Obermarsberger Hochfläche sowie Rotenlandsgrund, das Korbacher Land mit Berndorfer Grund, Korbacher Ebene, Goddelsheimer Feld und Sachsenhäuser Hügelland, die Region Waldecker Wald bestehend aus Orpewald, Twister Hügelland, Arolser Platte, Langer Wald und Naturraum Alter Wald.
Ostwaldecker Randsenken
Zu Ostwaldecker Randsenken zählen Mitteldiemelsenke mit Wrexer Diemeltal, Rhoder Senken mit Schmillinghäuser Grund, Stock, Rhoder Grund, Quast und Eichholz, Volkmarser Graben und Becken, das Wolfhagener Hügelland bestehend aus Ehringer Senke, Elsbergrücken, Elsunger Senke, Altenhasunger Graben, Isthaebene und Isthaberg, weiterhin die Naumburger Senken und Rücken mit Ippinghäusergrund und Rauenstein, Elbergrund, Elberberger Höhen und Sander Kammer. Ostwaldecker Randsenken sind auch die Wildunger Senke mit Netzehügelland, Wegaer Ederaue, Wilde-Hügelland und Braunauer Winkel sowie der fast 50 km² große Hessenwald und der Löwensteiner Grund.
Habichtswälder Bergland
Das Habichtswälder Bergland umfasst den Habichtswald mit Langenberg, bestehend aus dem Naturgebiet Hoher Habichtswald, Hoofer Pforte und Langenberg. Dazu kommt die Habichtswälder Senke mit Breitenbacher Mulde und Zierenberger Grund, die Hinterhabichtswälder Kuppen sowie Dörnberg und Schreckenberge und der Bereich Dörnbergpaß mit Malsburger Wald. Wandern und Beeren suchen macht hier im Sommer auch den Kindern Spaß.
Westhessische Senke
Im hessischen Natur- und Landschaftsraum Westhessische Senke liegen landschaftliche Teilregionen wie Schwalm mit Schwalmgrund, Wasenberger Terrassen und Alsfelder Mulde. Außerdem die so genannte Landsburger Senke mit Trockenerfurther Gefilde, Landsburger Grund, Frielendorfer Hügelland und Borkener Becken, der Hessengau, Homberger Bucht und Waberner Ebene mit Schwalmaue und Fritzlarer Ederflur, die Großenengliser Platte, die Fritzlarer Börde sowie die Gudensberger Kuppenschwelle. Bekannt als Teil der Westhessischen Senke ist das Kasseler Becken mit Kasseler Fuldaaue und Kasseler Graben, die Hofgeismarer Rötsenke und das Nordhabichtswälder Vorland mit Westuffelner Senke und Langen- und Staufenbergplatte.
Kellerwald
Im Gebiet Kellerwald in Hessen, einem beliebten hessischen Feriengebiet, liegen Hoher Kellerwald mit der Teilregion Jeust und Keller sowie die Löwensteiner Berge. Aber auch Mittelkellerwald, Wildunger Bergland, Große Hardt und Ederseetrog (Herzhausen-Hemfurther Edertal) gehören dazu, genau wie der Landschaftsbereich Niederkellerwald mit Frankenauer Flur, Lotheimer Täler und Höhnscheid.
Burgwald
Die Landschaft im Gebiet Burgwald wird dominiert durch die gut 120 Quaddratkilometer große Wetschaft-Senke und das über 200 Quadratkilometer große Gebiet Nördlicher Burgwald (204,79 km²). Hinzu kommen das Teilgebiet Südlicher Burgwald, das Wohratal, Buntstruth und das Frankenberger Oberland mit Bottendorfer Flur und Geismarer Platte incl. Hauberner Hecke.
Oberhessische Schwelle
Als Oberhessische Schwelle bezeichnet man den Bereich Gilserberger Höhen, Neustädter Sattel und das Gebiet Nördliches Vogelsberg-Vorland.
Amöneburger Becken
Im Amöneburger Becken unterscheidet man zwischen Ohmsenke und Ebsdorfer Grund
Marburg-Gießener Lahntal
Landschaftliche Romantik umfängt Urlauber, Touristen und Ausflügler bei Wanderungen im Marburg-Gießener Lahntal und seinen Einzellandschaften wie dem Marburger Bergland mit Marburger Rücken, Lahnberge und Marburger Lahntalsenke sowie dem gut 250 km² großen Gießener Becken mit der Gießener Lahntalsenke und dem Großlindener Hügelland.
Vorderer Vogelsberg
Fast 600 km² dehnt sich die Region Vorderer Vogelsberg im Westhessischen Bergland, die aus dem Lumda-Plateau, Ohmtal, Gießener Landrücken und Laubacher Hügelland gebildet wird.
Mittelrheingebiet
Im hessischen Mittelrheingebiet, gekennzeichnet durch den Landschafts- und Naturraum Oberes Mittelrheintal, liegen die Binger Pforte und das Bacharacher Tal.
Foto: VoyageMedia / suedfrankreich-netz.de